Gerade im Herbst brauchen Igel ein bisschen Unterstützung, um gut durch den Winter zu kommen. 🦔🍂

Hier sind die wichtigsten Tipps, was du für Igel im Herbst tun kannst:
🏡 1. Lebensraum schaffen oder erhalten.
- Laub- und Reisighaufen liegen lassen!
Igel nutzen sie als Unterschlupf und später als Winterquartier. - Nicht alles „aufräumen“:
Eine „wilde Ecke“ im Garten mit Laub, Zweigen und alten Ästen ist ideal. - Keine Laubbläser oder -sauger verwenden:
Sie verletzen oder töten leicht kleine Tiere wie Igel oder Insekten.
🥣 2. Zufüttern (nur bei Bedarf).
- Wann sinnvoll?
Wenn es schon kalt wird (unter 10 °C nachts) und ein Igel noch sehr klein oder mager ist.
→ Jungigel sollten bis Ende Oktober etwa 500–600 g, bis zur Überwinterung über 700 g wiegen. - Was füttern:
- Katzennassfutter (Fleischsorten, kein Fisch)
- Ungewürztes Rührei oder gekochtes Ei
- Haferflocken oder Weizenkleie gemischt mit etwas Futter
- Nie geben: Milch oder Obst (führt zu Durchfall und Krankheiten).
- Trinken: Immer frisches Wasser, keine Milch!
🏠 3. Winterquartier anbieten.
- Du kannst ein Igelhaus aufstellen (aus Holz, nicht aus Plastik):
- Größe: ca. 30 × 30 × 25 cm
- Eingang: 10 × 10 cm, mit kleinem Tunnel oder Winkel gegen Katzen
- Innen: trockenes Laub oder Heu
- Stelle es an eine geschützte, ruhige, trockene Stelle im Garten.
🩺 4. Schwache oder verletzte Igel.
- Hilfsbedürftig sind Igel, wenn:
- sie tagsüber herumirren (außer im Nestbau)
- sie humpeln, husten, oder Fliegeneier/Maden tragen
- sie im Spätherbst noch deutlich zu klein sind (< 400 g)
- In solchen Fällen: Tierarzt, Igelstation oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.
Sie können einschätzen, ob Pflege nötig ist.
🌿 5. Chemikalien vermeiden.
Keine Schneckenkorn, Insektizide oder Kunstdünger – sie schaden Igeln direkt oder indirekt über die Nahrung.

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